Akwaaba! Willkommen in Komenda.

Hallo Alle Zusammen!

Meinen ersten echten Blogeintrag mchte ich über die schöne kleine Stadt Komenda schrieben, in der ich lebe. Komenda hat im Kern etwa 5000 Einwohner, und 30.000 Einwohner in seinem Einzugsgebiet. Die Stadt liegt im K.E.E.A. Distrikt (Komenda-Edina-Eguafo-Abirem), und ist in diesem Distrikt die größte Stadt. Direkt am Antlantischen Ozean liegend, spielt Fischerei für die lokale Wirtschaft eine sehr große Rolle.

Komenda ist reich an Geschichte! Der Legende nach kam eine Mann namens „Komen“ zur ehemalig niederländischen (östlichen) Seite von Komenda (heute „Dutch Komenda“ genannt). Dort bat er um Unterkunft. Die Niederländer jedoch verweigerten Ihm seine Bitte, und schickten ihn weiter nach Westen. Sie warnten ihn jedoch, dass auf der anderen (westlichen) Seite des Flusses (der heute die östliche Grenze von Komenda ist) ein gefähliches Monster lebe. Sie versprachen Komen, dass wenn er es schaffen würde, dass Moster zu töten, er alles Land westlich haben könnte. Komen tötete das Moster (der lokale Name für die Bewohner von Komenda ist Akatakyiman – „Mutige Krieger“). Damit gab er Komenda seinen Namen. Der neue westliche Teil von Komenda wurde dann übrigens von den Briten eingenommen, und heisst dementsprechend heute „British Komenda“.

Das ist, was die Legende sagt. Wer weiss, was wirklich passiert ist. Aber eins ist offensichtlich: Komenda war in die kolonialen Kämpfe zwischen Franzosen, Niederländern, Portugiesen und am Ende den Briten um Ghana sehr eingespannt. Davon gibt es einige Überreste, allen voran das Komenda Castle. Wenn man seine Geschichte bedenkt, beschädigt durch Krieg, Alter und (verständlichereise) lieblose Pflege, ist das Gebäude trotzdem noch in erstaunlich gutem Zustand (Sogar die Kanonen sind noch darauf).

Komenda hat alles was man (Weißer Mann aus dem globalen Nordern) sich wünscht. Eine zentrale Wasserversorgung, Strom (Geschätzt etwa 80% des Tages), und Telefonempfang von drei verschiedenen Anbietern (MTN, Glo, Vodafone). Vodafone (und mittlerweile sogar MTN) verfügen über 3G/HSDPA+, wodurch ich hier einen bessseren Internetempfang habe als in vielen Teilen Deutschlands, was ziemlich cool ist.

Was Komenda den größten Teil seines momentanen Status verliehen hat, ist eine Zuckerfabrik, die bis vor etwa 30 Jahren in Betrieb war. Niemand weiss wirklich warum sie geschlossen. Viel Aufregung herrscht hier um die Tatsache, dass ein indischer Investor nun wohl den Wiederaufbau plant.

Genießt die Bilder!

 

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